„Schrei!, Nur wenn ich laut bin, wird sich was ändern“ von Laurie Halse Anderson

Werbung – Rezensionsexemplar vom bold Verlag

von 5 Sternen

 

Klappentext:

Dies ist die Geschichte eines Mädchens, dem die Stimme geraubt wurde und das sich selbst eine neue schrieb.

›Schrei!‹ ist Andersons Autobiografie in Versform, in der sie fortführt, was sie in ihrem Debüt ›Sprich‹ weltweit erfolgreich begonnen hatte: die schonungslos offene Auseinandersetzung mit Missbrauch in einer Gesellschaft, die im Umgang damit noch ganz am Anfang steht. Und deshalb umso dringender von Werken wie diesem lernen, verstehen und handeln muss.

 

Meine Meinung:

Also für mich war es nach „Long way down“ erst das zweite Buch in Versform. Und dann ist es auch noch eine Biografie. Die lese ich sonst nie, doch ich wollte es einfach mal probieren und bin positiv überrascht, dass mir das Buch so gut gefallen hat.

Ich habe das Buch in mehreren Abschnitten gelesen, da hier einfach so viel passiert und erzählt wird, das es für mich gar nicht anders möglich war. Und so hat es echt sehr gut geklappt. Also der Autorin ist in ihrem Leben verdammt viel passiert und ich finde es war hauptsächlich nichts schönes. Das was sie alles durchmachen musste ist einfach schrecklich und für einen Menschen viel zu viel. Nicht das anderen das passieren sollte, aber das eine Person mit so vielen Dingen Leben und klar kommen muss…puh…

Also das Buch ist in drei Teile unterteilt , einmal wie sie aufwächst, wie sie als Erwachsene lebt und wie alles danach weitergeht für sie. Das diese Frau nach allem noch so viel Kraft hat und ihre Stimme erhebt für alle anderen opfer ist der Wahnsinn. Sie wird vergewaltigt, in ihrer Familie läuft nicht alles rund und sie ist sehr allein. Ihr Vater hätte sich wohl schon mehrfach umgebracht wenn man ihm nicht geholfen hätte und ihre Mutter ist zwar da, aber auch keine wirkliche Stütze. So kam es mir jedenfalls vor.

Laurie erhebt ihre Stimme gegen all diejenigen, die meinen das Frauen/Männer nur Objekte sind und man sich einfach alles erlauben und nehmen darf wie man gerade möchte. Nein das darf man nicht und das sollte auch endlich mal akzeptiert werden.

Bei dieser Geschichte hätte ich mir aber eine andere Form gewünscht, da es für mich noch einen ticken besser gepasst und gefallen hätte. Dennoch ein grandioses Buch und ich kann nicht nachvollziehen das ich hier kaum, eigentlich keine, Rezensionen zu finde (im Englischen schon).

 

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Verlag: bold

Seiten: 288

Preis: 16,00 EUR

Meine Altersempfehlung: ab 16

„Washington Black“ von Esi Edugyan

Werbung – Rezensionsexemplar vom Eichborn Verlag. Vielen lieben Dank dafür.

von 5 Sternen

Klappentext:

Die Flucht ist nur der Anfang.03

Barbados, 1830: Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen. Bis er zum Leibdiener Christopher Wildes auserwählt wird, dem Bruder des brutalen Plantagenbesitzers. Christopher ist Erfinder, Entdecker, Naturwissenschaftler – und Gegner der Sklaverei. Das ungleiche Paar entkommt in einem selbst gebauten Luftschiff von der Plantage. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht, die die beiden um die halbe Welt führen wird.

 

Meine Meinung:

Ich lese ja relativ wenig Bücher, die sich in diesem Genre befinden. Doch dieser Klappentext hat mich von Anfang an überzeugt, sodass ich wissen musste wie Washington Black gelebt hat und ob er irgendwann frei sein würde.

Bei den ersten Seiten musste ich echt schlucken. Ich bin wirklich einiges gewohnt, da ich sehr viele Horrorfilme schaue, die auch sehr blutig sind. Aber diese beschriebenen Szenen kenne ich sonst nur aus meiner Zombie Serie „The walking dead“ wo die Köpfe abgetrennt und auf einem Holzstock aufgespießt werden, um zu zeigen wer dort die Macht hat. Es war alles sehr grausam. Einfach schlimm das Menschen je so behandelt wurden.

Washington Black, auch Wash genannt, ist ein Sklavenjunge, der es wirklich nicht leicht im Leben hat. Der Master, sein Herr, ist äußerst grausam und brutal. Ihn konnte ich am wenigsten ausstehen. Und dann gibt es da noch seinen Bruder Titch, der gegen all die Sklaverei ist und sich Wash annimmt. Dieser lernt bei ihm Lesen und Schreiben und erfährt vieles von der Welt was er sonst nie erfahren hätte.

Die Geschichte an sich ist wirklich interessant und was man alles aus der Zeit erfährt ist auch spannend, doch wurde mir vieles zu genau beschrieben und zerkaut, sodass es manchmal zäh wurde. Dennoch kann ich jedem diesen wunderbaren Roman empfehlen.

 

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Verlag: Eichborn

Seiten: 512

Preis: 24,00 EUR

 

„Großes Sommertheater“ von Frank Goldammer

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von 5 Sternen

 

Klappentext: 

Das Familienroulette:
Einer gibt den Löffel ab!

Der alte, kranke und steinreiche Patriarch Joseph lädt die gesamte Familie in seine Villa an der Ostsee ein. Die Sonne brennt – doch die dicke Luft ist nicht nur der Hitze geschuldet. Josephs Söhne sind seit Jahren zerstritten, die Aussicht auf das Erbe lässt sie aber mit Kind und Kegel anreisen. Da trifft der biedere CDU-Mann Erwin aus Berlin auf den halbseidenen Harald aus Dresden. Uwe, das schwarze Schaf der Familie, hat – unfassbar! – eine attraktive Frau dabei. Die Gästeliste birgt also reichlich Zündstoff, die Stimmung kocht, die Ereignisse spitzen sich zu. Bis es, im wahrsten Sinne des Wortes, knallt.

 

Meine Meinung:

Ich sage gleich vorweg dass ich das Buch abgebrochen habe. Ihr fragt euch sicher warum? Ich habe weitaus mehr von diesem Buch erwartet, als ich bekommen habe. Aber kommen wir zum Anfang.

Es fängt alles sehr leicht an. Alle Familienmitglieder treffen nach und nach auf dem Anwesen von Joseph ein. Einer ist schlimmer als der andere und man meint „Hey das kann lustig werden“. Jeder lästert über jeden und die Kinder freunden sich teilweise miteinander an. Es ist eine seeehr lange Erzählung und auf den von mir gelesenen 76 Seiten ist nichts anderes als das passiert. Der „Alte“ sitzt auf der Veranda im Rollstuhl und schaut sich die ganze Zeit über das Schauspiel seiner Angehörigen an und keiner geht zu ihm. Nur ein Kind denkt einmal darüber nach Joseph „Hallo“ zu sagen, verguckt sich dann aber in die Tochter seines Onkels und geht mit ihr an den Strand.

Also es war alles ziemlich seltsam, ein bisschen lustig, aber ansonsten gähnend langweilig, weshalb ich dieses Buch auch auf gar keinen Fall beenden werde. Ich will auch gar nicht wissen, ob der liebe Joseph alles nur inszeniert hat und schauen möchte wer ihn wirklich vermisst und mag oder wer nicht.

Mir hat dieses Schauspiel nicht zugesagt.

 

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Verlag: dtv Verlag

Seiten: 240

Preis: 16,90

„Der Fall Collini“ von Ferdinand von Schirach

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von 5 Sternen

 

Klappentext:

Was treibt einen Menschen, der sich ein Leben lang nichts hat zuschulden kommen lassen, zu einem Mord?

Vierunddreißig Jahre hat Fabrizio Collini als Werkzeugmacher bei Mercedes gearbeitet. Unauffällig und unbescholten. Und dann tötet er in einem Berliner Luxushotel einen alten Mann. Grundlos, wie es aussieht. Ein Albtraum für den jungen Anwalt Caspar Leinen, der die Pflichtverteidigung übernimmt: Das Opfer, ein hoch angesehener deutscher Industrieller, ist der Großvater seines besten Freundes. Schlimmer noch, Fabrizio Collini schweigt beharrlich zu seinem Motiv. Leinen beginnt zu recherchieren und stößt auf eine Spur, die ihn mitten hineinführt in ein erschreckendes Kapitel deutscher Justizgeschichte.

 

Meine Meinung:

Bevor ich die kommenden Tage den Film ansehe, wollte ich unbedingt das Buch lesen. Natürlich darf man nicht allzu viel vergleichen, das weiß ich auch, aber ich kann nicht bis Donnerstag warten xD

Ja, auch ich habe mich gefragt was einen Menschen dazu bringt einen anderen Menschen so brutal und ohne ersichtlichen Grund umzubringen? Es war ein sehr brutaler Mord, aber war es wirklich ein Mord ohne jeglichen Grund? Dies wird nach und nach alles aufgedeckt.

Leinen ist ein junger Anwalt, der noch keinen einzigen Fall hatte und nun, da er im Bereitschaftsdienst ist und diesen Fall angenommen hat, hat er nun seinen ersten Mordprozess. Wird es ihm gelingen die Wahrheit ans Licht zu bringen und Collini zu helfen?

Ein packender Roman, der so viel schreckliche Dinge ans Tageslicht bringen wird, dass es manchmal echt schwer ist weiter zu lesen.

 

 

 

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Verlag: btb

Seiten: 208

Preis: 10,00 EUR

„Der Mann, der Sherlock Holmes tötete“ von Graham Moore

Werbung – Rezensionsexemplar vom Eichborn (Bastei Lübbe) Verlag. Vielen lieben Dank.

von 5 Sternen

 

Klappentext:

Arthur Conan Doyle tritt in die Fußstapfen seiner berühmtesten Figur Sherlock Holmes: Weil Scotland Yard keinen Anlass sieht, den Mord an einem augenscheinlich leichten Mädchen aufzuklären, macht er sich selbst auf die Suche nach dem Mörder. Er schleicht durch die dunklen Straßen des viktorianischen London und landet an Orten, die kein Gentleman betreten sollte. Etwa hundert Jahre später ist ein junger Sherlock-Fan in einen Mordfall verstrickt, bei dem Doyles verschwundenes Tagebuch und einige Fälle seines berühmten Detektivs eine wichtige Rolle spielen. Zwei Morde, zwei Amateurdetektive, zwei Welten – und ein großer Lesespaß!

 

Meine Meinung:

Sherlock Holmes ist einfach genial und ich musste dieses Buch unbedingt lesen. Komme was wolle. Und dann hatte ich es endlich in den Händen. Dafür bedanke ich mich noch einmal recht herzlich beim „Eichborn (Bastei Lübbe) Verlag“ dafür. Ich liebe Sherlock Holmes Geschichten.

Das Buch wird aus zwei Perspektiven oder besser gesagt zwei Jahrhunderten erzählt. Einmal aus den Jahren ab 1893 – 1901 und aus dem Jahre 2010.

Die Jahre von 1893 bis 1901 befassen sich mit dem Leben von Sir Arthur Conan Doyle und seinem besten Freund Bram Stoker und wie sehr Doyle eigentlich Sherlock hasst. Er hasst ihn mittlerweile so sehr, dass er ihn sogar umbringen will. Nachdem er dies getan hat wird Doyle auf einen Mordfall aufmerksam gemacht. Und wer kann da schon nein sagen? Doyle jedenfalls nicht. Und die Freundschaft zwischen Doyle und Stoker ist sehr authentisch beschrieben und auch sehr lustig.

Dann kommen wir nach jedem Kapitel aus dem Jahre 1893 – 1901 ins Jahr 2010 zu Harold und den Sherlockianern. Harold ist ein riesiger Sherlock Fan und wie all die anderen sehr interessiert daran das verloren geglaubte Tagebuch von Doyle endlich in den Händen halten zu können, da es angeblich gefunden wurde. Doch dann geschieht auch hier ein Mord. Wer war es und warum?

Zwei wirklich tolle Geschichten, die durch das abwechselnde Erzählen immer spannend blieben. Zwar wurde es immer abwechselnd erzählt, aber zum Ende hin zogen sich beide Geschichten einen kurzen Moment in die Länge und man hat kurzfristig den Lesespaß verloren. Aber nur kurz 😉

Eine klare Empfehlung!

 

 

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bastei-luebbe.de

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Verlag: Eichborn (Bastei Lübbe)

Seiten: 480

Preis: 22,00 EUR

Alter: ab 16